EINE »DEMOKRATISCHE ARMEE« sei die Bundeswehr, hat der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel gesagt. An sich schon eine interessante Bemerkung: Sie widerspricht zumindest meinen – zugegebenermaßen nur durch Hörensagen entstandenen – Vorstellungen einer Armee. Bisher bin ich stets davon ausgegangen, dass beim Militär [nahezu] ausnahmslos Befehle erteilt und befolgt würden, demokratische Elemente also eher ins Hintertreffen gerieten. Wie kann ich mir diese demokratische Armee vorstellen? Wird dort abgestimmt, wer für den nächsten Tag welchen Rang einnehmen darf? Wo der nächste Einsatz stattfindet? Wer Urlaub machen darf und wer besser nochmal nachsitzen muss?
Spannend finde ich auch Gabriels Äußerung, dass man die »freiwilligen Elemente bei der Bundeswehr stärken« müsse. Das würde zur Demokratie innerhalb eines Heeres passen – mit meinem Bild [Vorurteil?] von einer Armme passt es jedoch nicht zusammen: Wer sucht sich aus, in den Hindukusch geflogen zu werden, um dort irgendwelche Interessen mit dem eigenen Leben zu verteidigen? Wer trifft für sich selbst die Entscheidung, im Fall eines Falles auf Menschen zu schießen und deren Tod in Kauf zu nehmen?
Verständlich ist für mich nur, dass in der aktuellen Debatte über die Abschaffung der Wehrpflicht nach deren Verkürzung auf nurmehr sechs Monate moniert wird, dass Umfang und Niveau der Ausbildung allzusehr zu leiden hätten – und somit nur eine Transformation der Bundeswehr in eine Berufsarmee Sinn habe. Als erstaunlich erachte ich jedoch, welche Lager hier welche Position einnehmen: Die FDP wagte in Gestalt von Herrn Westerwelle den Vorstoß und schlug die komplette Abschaffung der Wehrpflich vor. Die CDU lässt dies durch Herrn Guttenberg prüfen – und die SPD steigt auf die Barrikaden, für den Erhalt der Armee, und im Name der »Wehrgerechtigkeit«. Wobei die in meinen Augen gerade bei dem von der FDP vorgeschlagenen und von der CDU zu prüfenden Modell erfüllt sein dürfte...
domingo, 18 de julio de 2010
miércoles, 16 de junio de 2010
Planänderung
NACH EINIGEM HIN und Her steht es endlich fest: Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Dirk Niebel von der FDP vorsteht, wird die »weltwärts«-Plätze, die den Freiwilligen bereits zugesagt worden waren, subventionieren. Nachdem zu Beginn des laufenden Jahres noch 40 Millionen Euro für das »weltwärts«-Programm vorgesehen waren, wurde der Etat auf 29 Millionen Euro gekürzt – eine heikle Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass dieses Jahr immerhin mehr Freiwillige mit »weltwärts« in die weite Welt ziehen sollten, als das in den vergangenen zwei Jahren der Fall war! Einige Projekte waren gefährdet, doch nicht alle dieser Wackelkandidaten fielen wirklich aus. Bei YAP haben es erfreulicherweise alle beantragten Stellen in Lateinamerika geschafft. (Hier ein Artikel zu der Thematik.)
Dennoch hat sich auch für mich etwas geändert: Ich werde nicht, wie bisher angenommen, bei der Umweltorganisation DECOIN arbeiten, sondern bei der AACRI. Diese Nichtregierungsorganisation sitzt ebenfalls in Apuela, nordwestlich von Quito im Nebelwald – die Arbeit wird jedoch eine andere sein: Ich werde es dort mit Kaffee zu tun bekommen. Erste spannende und nicht ganz einfach Einblicke in das Gebiet des fair gehandelten Kaffees hatte ich bereits in Nicaragua, sodass ich mich nun für diese Stelle beworben habe. Und weil sich die Anforderungen, die DECOIN an die Freiwilligen stellt, geändert haben, werde ich nun doch bei AACRI arbeiten.
Es geht um den ökologischen Anbau und den gerechten Handel dieses Rohstoffes – und im Grunde weiterhin darum, bei der Bevölkerung vor Ort ein Verantwortungsbewusstsein der Natur gegenüber zu fördern. Darum, eine Alternative zur Arbeit für die Minenunternehmen aus der nördlichen Hemisphäre zu bieten. Ideell hat sich meine Aufgabe also gar nicht so sehr geändert. Und dass ich bei dieser Konstellation viel mehr Vorkenntnisse und Erfahrungen mitbringe als das bei der Aufforstung der Fall gewesen wäre, kann guterdings nicht als Nachteil gesehen werden!
Hannes bloggt derzeit fleißig aus Tanzania und nähert sich langsam (?) aber sicher (!) dem Ende seiner Zeit als Freiwilliger in Ostafrika, während ich immer noch mitten in der Vorbereitung stecke. Immerhin: Dass ich um den 12. August herum gen Südamerika aufbreche, scheint beschlossene Sache zu sein! So lange bleibt mir noch die Vorfreude — die ich gelegenhtlich weiterhin mit Blogeinträgen nähren werde: Beim Bloggen male ich mir aus, was da wohl alles auf mich zukommen wird und freue mich darüber, ganz heimlich, still und leise.
Dennoch hat sich auch für mich etwas geändert: Ich werde nicht, wie bisher angenommen, bei der Umweltorganisation DECOIN arbeiten, sondern bei der AACRI. Diese Nichtregierungsorganisation sitzt ebenfalls in Apuela, nordwestlich von Quito im Nebelwald – die Arbeit wird jedoch eine andere sein: Ich werde es dort mit Kaffee zu tun bekommen. Erste spannende und nicht ganz einfach Einblicke in das Gebiet des fair gehandelten Kaffees hatte ich bereits in Nicaragua, sodass ich mich nun für diese Stelle beworben habe. Und weil sich die Anforderungen, die DECOIN an die Freiwilligen stellt, geändert haben, werde ich nun doch bei AACRI arbeiten.
Es geht um den ökologischen Anbau und den gerechten Handel dieses Rohstoffes – und im Grunde weiterhin darum, bei der Bevölkerung vor Ort ein Verantwortungsbewusstsein der Natur gegenüber zu fördern. Darum, eine Alternative zur Arbeit für die Minenunternehmen aus der nördlichen Hemisphäre zu bieten. Ideell hat sich meine Aufgabe also gar nicht so sehr geändert. Und dass ich bei dieser Konstellation viel mehr Vorkenntnisse und Erfahrungen mitbringe als das bei der Aufforstung der Fall gewesen wäre, kann guterdings nicht als Nachteil gesehen werden!
Hannes bloggt derzeit fleißig aus Tanzania und nähert sich langsam (?) aber sicher (!) dem Ende seiner Zeit als Freiwilliger in Ostafrika, während ich immer noch mitten in der Vorbereitung stecke. Immerhin: Dass ich um den 12. August herum gen Südamerika aufbreche, scheint beschlossene Sache zu sein! So lange bleibt mir noch die Vorfreude — die ich gelegenhtlich weiterhin mit Blogeinträgen nähren werde: Beim Bloggen male ich mir aus, was da wohl alles auf mich zukommen wird und freue mich darüber, ganz heimlich, still und leise.
sábado, 17 de abril de 2010
Vorbereitung
ES IST SOWEIT! Die Vorbereitungen für meine Reise nach Ecuador sind in vollem Gange: Die Unterlagen für das Visum werden bald komplett sein, und bald steht der Abschied aus Deutschland vor der Tür: Anfang/Mitte August werde ich es ein weiteres Mal packen!
Dann wird es losgehen mit meinem »weltwärts«-Einsatz im Intag-Tal im Nordwesten Ecuadors! Was ich dort vorhabe? Mit der Nichtregierungsorganisiation DECOIN wird der Nebelwald wieder aufgeforstet, zwischen Bromelien und Orchideen – und die politische Bildungsarbeit darf auch nicht vernachlässigt werden! Ganz Genaues zu meinem Einsatz werde ich aber selbst noch in Erfahrung bringen: Das Vorbereitungsseminar, das im Rahmen des »weltwärts«-Programms (siehe Infokasten rechts) obligatorisch ist, findet in der ersten Juniwoche statt, außerdem werde ich noch ein Projektseminar besuchen, das sich ausschließlich mit Projekt, in dem ich zum Einsatz kommen werde, widmet. Weitere Infos sind außerdem bei meiner Entsendorganisation »Youth Action for Peace – Christlicher Friedensdienst e. V.« zu finden! und bei der DECOIN zu finden.
Neben den Seminaren und den anderen Vorbereitungen läuft außerdem die Suche nach Spenderinnen und Spendern auf Hochtouren: Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) trägt drei Viertel der Kosten des Freiwilligeneinsatzes – und das letzte Viertel soll über SpenderInnenkreise finanziert werden. Wer findet, dass so ein Einsatz an sich oder das Umwelt- und Bildungsprojekt in Ecuador, in dem ich arbeiten werde, im Besonderen unterstützenswert ist, darf sich gerne an mich wenden: Dann kann ich mit den nötigen Informationen dienen!
Aber jetzt: Viel Spaß mit den folgenden Einträgen – im August geht es dann ernsthaft los hier!
Dann wird es losgehen mit meinem »weltwärts«-Einsatz im Intag-Tal im Nordwesten Ecuadors! Was ich dort vorhabe? Mit der Nichtregierungsorganisiation DECOIN wird der Nebelwald wieder aufgeforstet, zwischen Bromelien und Orchideen – und die politische Bildungsarbeit darf auch nicht vernachlässigt werden! Ganz Genaues zu meinem Einsatz werde ich aber selbst noch in Erfahrung bringen: Das Vorbereitungsseminar, das im Rahmen des »weltwärts«-Programms (siehe Infokasten rechts) obligatorisch ist, findet in der ersten Juniwoche statt, außerdem werde ich noch ein Projektseminar besuchen, das sich ausschließlich mit Projekt, in dem ich zum Einsatz kommen werde, widmet. Weitere Infos sind außerdem bei meiner Entsendorganisation »Youth Action for Peace – Christlicher Friedensdienst e. V.« zu finden! und bei der DECOIN zu finden.
Neben den Seminaren und den anderen Vorbereitungen läuft außerdem die Suche nach Spenderinnen und Spendern auf Hochtouren: Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) trägt drei Viertel der Kosten des Freiwilligeneinsatzes – und das letzte Viertel soll über SpenderInnenkreise finanziert werden. Wer findet, dass so ein Einsatz an sich oder das Umwelt- und Bildungsprojekt in Ecuador, in dem ich arbeiten werde, im Besonderen unterstützenswert ist, darf sich gerne an mich wenden: Dann kann ich mit den nötigen Informationen dienen!
Aber jetzt: Viel Spaß mit den folgenden Einträgen – im August geht es dann ernsthaft los hier!
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